- Das erfährst du hier
- Warum die Apps nach einfacher Nutzung bewertet werden und nicht nur nach der Anzahl ihrer Features
- Warum Lose It! für schnelles tägliches Erfassen am besten passt
- Wann sich die zusätzlichen Details zu Mikronährstoffen und Makros bei Cronometer lohnen
- Was MyFitnessPal weiterhin gut macht und wann die überladene Oberfläche zum Problem wird
- Wie sich Fooducate und MacroFactor unterscheiden, wenn du Orientierung statt noch mehr Zahlen möchtest
- Wie du mit einem einfachen Test über sieben Tage herausfindest, ob eine App wirklich zu deinem Alltag passt
Ernährungs-Apps sollen dir helfen, dein Essen besser zu verstehen. Viele vermitteln aber erst mal das Gefühl, du müsstest Datenanalyse lernen. Dieses Ranking bewertet Apps danach, wie hilfreich sie sind, ohne dich zu überfordern – nicht danach, wer die längste Feature-Liste hat.
Die Kriterien sind einfach: Wie aufwendig ist es, Essen einzutragen? Wie hilfreich sind die Einblicke in die Ernährung? Wie viel Einrichtung, Aufwand rund um Preise und Orientierung bringt die App mit? Und wie gut unterstützt sie dich, ohne deinen Alltag zu bestimmen? Forschung deutet darauf hin, dass Selbstbeobachtung vor allem dann hilft, wenn Menschen dabei bleiben können. Darauf verweisen über das NIH zugängliche Fachliteratur und Arbeiten in Frontiers in Nutrition.
Die beste Ernährungs-App macht aus einem bewussteren Blick aufs Essen eine Gewohnheit, die du beibehalten kannst – statt möglichst viele Dinge zu erfassen. In der Praxis heißt das meist: Lose It! für einfaches tägliches Erfassen, Cronometer für mehr Details, MyFitnessPal für eine große Lebensmitteldatenbank, Fooducate für Lebensmittelqualität und MacroFactor für fortgeschritteneres Coaching.
Die kurze Antwort: Welche Ernährungs-App solltest du zuerst ausprobieren?
Wenn du möglichst unkompliziert eine hilfreiche Ernährungsroutine aufbauen möchtest, fang mit der App an, die dir diese Woche am einfachsten vorkommt – nicht mit der längsten Feature-Liste. Wenn dich Tracking schnell überfordert, wähle die App, mit der du am leichtesten durch die erste Woche kommst, statt die mit den meisten Einstellungen.
In diesem Ranking geht es darum, möglichst wenig überfordert zu werden, nicht um möglichst viele Funktionen. Keine App ist in jeder Kategorie die beste. Was zu dir passt, hängt davon ab, ob du einfach deine Mahlzeiten im Blick behalten, Kalorien erfassen, Mikronährstoffe genauer ansehen, die Qualität von Lebensmitteln einschätzen oder gezielteres Makro-Coaching nutzen möchtest.
- 1. Lose It! Am besten für: die meisten Einsteiger, die ihr Essen täglich schnell eintragen möchten. Fazit: der beste erste Test für einfaches Ernährungstracking mit weniger Ablenkung im Dashboard. Eher nicht, wenn: dir eine detaillierte Analyse von Mikronährstoffen am wichtigsten ist.
- 2. Cronometer Am besten für: alle, die Nährstoffe genauer erfassen möchten, ohne bei den Daten raten zu müssen. Fazit: die stärkste Wahl für Mikronährstoffe und verlässlichere Ernährungsdaten, auch wenn die App etwas mehr Aufmerksamkeit verlangt. Eher nicht, wenn: du Essen so einfach wie möglich eintragen möchtest.
- 3. MyFitnessPal Am besten für: alle, die eine besonders große Datenbank und eine bekannte App zum Kalorienzählen möchten. Fazit: weiterhin nützlich und praktisch, aber voller als die einfachsten Alternativen. Eher nicht, wenn: Pop-ups, Hinweise auf kostenpflichtige Angebote oder eine überladene Oberfläche dir die Motivation nehmen.
- 4. Fooducate Am besten für: alle, die beim Lebensmitteleinkauf auf Qualität achten möchten. Fazit: hilfreicher, um Lebensmittel besser einzuschätzen, als um den ganzen Tag Zahlen zu verfolgen. Eher nicht, wenn: du detaillierte Makroplanung oder präzises Tracking möchtest.
- 5. MacroFactor Am besten für: alle, die sich intensiver mit Makros beschäftigen und strukturiertes Coaching möchten. Fazit: leistungsstark und durchdacht, aber nicht der einfachste Einstieg. Eher nicht, wenn: du gerade erst eine grundlegende Routine zum Erfassen deiner Mahlzeiten aufbaust.
So sieht dieselbe Auswahl aus, wenn du vor allem an den ersten Tag denkst:
- Lose It!: Am besten für schnelles Erfassen. Was hilft: schnelle Suche, unkompliziertes Eintragen von Mahlzeiten und eine weniger überladene Oberfläche als bei vielen größeren Tracking-Apps. Was überfordern kann: manche Hinweise auf Premium. Kostenlos nutzbar/Preis-Hürden: Schau im Apple App Store oder Google Play Store nach, da Bewertungen häufig Hürden durch Bezahlschranken erwähnen. Einrichtung am ersten Tag: einfach.
- Cronometer: Am besten für Nährstoffdetails. Was hilft: detaillierte Aufschlüsselung von Mikronährstoffen und weniger Rätselraten bei der Qualität der Lebensmitteldaten. Was überfordern kann: mehr Zahlen auf dem Bildschirm. Kostenlos nutzbar/Preis-Hürden: grundsätzlich kostenlos nutzbar, aber es kommt darauf an, welche Features du erwartest. Einrichtung am ersten Tag: mittel.
- MyFitnessPal: Am besten für eine große Datenbank. Was hilft: vertraute Oberfläche und eine riesige Auswahl an Lebensmitteln. Was überfordern kann: ein volleres Layout und viele zusätzliche Features. Kostenlos nutzbar/Preis-Hürden: Prüfe aktuelle Screenshots und Bewertungen, da sich der Zugriff auf Features laut Nutzern immer wieder ändert. Einrichtung am ersten Tag: mittel.
- Fooducate: Am besten für Hinweise zur Lebensmittelqualität. Was hilft: Orientierung bei der Auswahl von Lebensmitteln, statt nur Kalorien zusammenzurechnen. Was überfordern kann: für präzise Tracking-Ziele weniger geeignet. Kostenlos nutzbar/Preis-Hürden: Prüfe den aktuellen Eintrag im App Store. Einrichtung am ersten Tag: recht einfach.
- MacroFactor: Am besten für Makro-Coaching. Was hilft: mehr gezielte Anleitung als ein einfaches Ernährungstagebuch. Was überfordern kann: Einrichtung und laufende Nutzung verlangen mehr Aufmerksamkeit. Kostenlos nutzbar/Preis-Hürden: erfordert meist mehr Aufwand und Verbindlichkeit. Einrichtung am ersten Tag: anspruchsvoll.
Bewertungen in App Stores können auf Hürden wie Pop-ups, Bezahlschranken und unübersichtliche Dashboards hinweisen. Sie sind aber nur Anhaltspunkte, nicht die ganze Geschichte. Wenn du stattdessen einen breiteren Vergleich von Apps mit Fokus auf Kalorien möchtest, sieh dir diese Übersicht zu Kalorientracking-Apps an.

Wann sich eine Ernährungs-App einfach statt stressig anfühlt
Eine Ernährungs-App fühlt sich einfach an, wenn sie dir unnötige Entscheidungen abnimmt – nicht nur, wenn sie Features versteckt. Die besten Apps helfen dir schnell bei den ersten Fragen: Was habe ich gegessen, welches Muster fällt mir auf und was kann ich ändern?
Eine Ernährungs-App, die dich nicht überfordert, sollte drei Dinge können: das Eintragen leicht machen, Muster klar zeigen und detaillierte Daten optional lassen. Das unterscheidet eine wirklich einsteigerfreundliche Ernährungs-App von einer überladenen App zum Kalorienzählen, in der ein Dutzend Tabs, Werbung und Coaching-Hinweise um deine Aufmerksamkeit konkurrieren.
Hürden bei der Nutzung können dazu führen, dass Menschen eine App weniger nutzen.
Dieses Prinzip zeigt sich in der Forschung zur Nutzerfreundlichkeit digitaler Gesundheitsangebote, unter anderem in Arbeiten im Journal of Medical Internet Research. Lange Fragebögen, eine verpflichtende Zieleinrichtung, zu viele Berechtigungen und ständige Benachrichtigungen können dazu führen, dass Menschen aufhören, bevor ihnen die App überhaupt hilft.
Für dieses Ranking habe ich einfache Nutzung anhand von fünf Kriterien bewertet:
- Schneller Einstieg: möglichst wenig Einrichtung vor der ersten Nutzung
- Eintragen mit wenig Aufwand: zuletzt verwendete Lebensmittel, gespeicherte Mahlzeiten, Favoriten, schnelles Hinzufügen, Barcode-Scan oder Spracheingabe
- Hilfreiche Voreinstellungen: ein Startbildschirm mit Fokus auf die heutigen Mahlzeiten statt auf alle denkbaren Messwerte
- Klare Einblicke in die Ernährung: hilfreiche Muster über die Kaloriensumme hinaus, etwa zu Makros oder zur Lebensmittelqualität, wenn das relevant ist
- Wenige Unterbrechungen: zurückhaltende Hinweise, Angebote für Upgrades und Benachrichtigungen
Auch eine App mit vielen Features kann sich einfach anfühlen, wenn ihre Voreinstellungen gut gewählt sind. Wenn du nach der Einrichtung ein normales Frühstück in weniger als einer Minute eintragen kannst, ist das ein gutes Zeichen dafür, dass die App für einen leicht überforderten Einsteiger funktionieren könnte.
Mehr Details sind nicht schlecht. Sie sollten nur optional bleiben. Forschung in Frontiers in Nutrition spiegelt ebenfalls eine praktische Erkenntnis wider: Regelmäßiges Tracking ist oft hilfreicher, als jedes Mal einen perfekten Eintrag anzustreben. Und wenn du Ernährung umfassender betrachten möchtest als nur über Kalorien, passt dazu auch der Gedanke, warum Kalorienzählen allein nicht reicht.

Am besten für schnelles tägliches Erfassen: Lose It!
Lose It! ist die beste erste App für alle, die einen einfachen Food-Tracker möchten, ohne gleich tief in die Ernährungsanalyse einzusteigen. Ihr großer Vorteil ist der leichte Zugang: ein vertrautes Kalorienbudget, schnelles Eintragen von Mahlzeiten und eine weniger einschüchternde Oberfläche als bei Apps, die dich zuerst mit dichten Diagrammen oder Dashboards zu Mikronährstoffen konfrontieren.
Probier diese App aus, wenn du vor allem regelmäßig dranbleiben möchtest. Lose It! passt für Menschen, die Tracking schnell überfordert, weil die App mit einer Gewohnheit beginnt, die viele tatsächlich beibehalten können: normale Mahlzeiten schnell einzutragen. Wenn du an vollen Wochentagen oft dasselbe frühstückst, zu Mittag isst oder snackst, machen gespeicherte Lebensmittel und zuletzt verwendete Mahlzeiten das Tracking überschaubarer.
Die App passt am besten, wenn du Muster bei deiner Ernährung erkennen, beim Abnehmen unterstützt werden oder im Alltag regelmäßiger auf deine Ernährung achten möchtest. Wenn du dich zwischen den beiden bekanntesten Apps mit Kalorienfokus entscheiden willst, hilft dir unser Vergleich zwischen MyFitnessPal und Lose It!, die Vor- und Nachteile schneller abzuwägen.
Probier die App aus, wenn:
- du Essen schnell eintragen möchtest
- du komplexe Dashboards nicht magst
- Kalorien für dich hilfreich sind, aber nicht alles bestimmen sollen
Verzichte eher darauf, wenn:
- du Mikronährstoffe detailliert erfassen möchtest
- du deine Ernährung für medizinische Zwecke dokumentieren musst
- du adaptives Makro-Coaching möchtest
Prüfe vor der Veröffentlichung auf der offiziellen Website von Lose It! und im aktuellen App-Store-Eintrag, ob der Barcode-Scanner verfügbar ist, welche Hinweise auf Premium erscheinen und wie die Preise aussehen. Features der kostenlosen Version und der Aufwand rund um ein Upgrade können sich mit der Zeit ändern.

Am besten für Nährstoffdetails ohne Rätselraten: Cronometer
Cronometer ist hier die stärkste Wahl, wenn du von einer Ernährungs-App mehr erwartest als Kalorien. Die App erfasst Makros, Vitamine, Mineralstoffe und die gesamte Nährstoffaufnahme an einem Ort. Das Unternehmen stellt dabei detaillierte Ernährungsdaten in den Mittelpunkt, statt sich nur auf Gewichts- oder Kalorienziele zu konzentrieren, so die offizielle Website.
Diese Tiefe ist hilfreich, wenn du bessere Antworten statt mehr Ablenkung möchtest. Wenn dich zum Beispiel Protein, Ballaststoffe und Eisen interessieren, kannst du diese drei Werte mit Cronometer gezielt verfolgen, statt deine Ernährung auf eine einzige Kalorienzahl zu reduzieren.
Der Haken: Detaillierte Ernährungsdaten können schnell zu viel werden. Cronometer ist nur dann einfach, wenn du die App gezielt nutzt: Wähle die Nährstoffe aus, die für dein Ziel wichtig sind, und lass den Rest im Hintergrund.
Das ist wichtig, weil selbst gute Lebensmitteldatenbanken Grenzen haben. Daten zur Zusammensetzung von Lebensmitteln können fundiert sein, und ein großer Teil der Branche nutzt Quellen wie USDA FoodData Central. Das Tracking im Alltag hängt aber weiterhin davon ab, ob ein Datenbankeintrag passt, wie genau die Angaben auf der Verpackung sind und wie du deine Portionen einschätzt. Mehr Zahlen bedeuten also nicht automatisch mehr Gewissheit.
Probier die App aus, wenn du eine besonders gute Ernährungs-Tracking-App für gezieltes Tracking und einen besseren Blick auf Mikronährstoffe suchst. Lass sie lieber aus, wenn du dich beim Anblick von Dutzenden Zielwerten schon vor dem Mittagessen im Rückstand fühlst.
Wenn du zwischen Nährstoffdetails und einer größeren Auswahl an Markenprodukten abwägst, kann dir unser Vergleich zwischen MyFitnessPal und Cronometer bei der Entscheidung helfen. Für die passende Person kann Cronometer sehr hilfreich sein. Wer als Einsteiger vor allem unkompliziert Essen eintragen möchte, braucht am ersten Tag vielleicht nicht so viele Details.

Am besten für eine besonders große Lebensmitteldatenbank: MyFitnessPal
MyFitnessPal gehört noch immer zu den bekanntesten Namen beim Ernährungstracking, und das kann ein Vorteil sein. Wenn du eine weit verbreitete App mit vielen Lebensmitteln, gängigen Integrationen und einem Ablauf suchst, den viele schon kennen, ist sie weiterhin eine gute Option.
Ihre größte Stärke ist die große Auswahl. Wenn du eine Mahlzeit aus einer Restaurantkette oder einen bestimmten verpackten Snack eintragen möchtest, findest du in MyFitnessPal oft schnell mehrere passende Ergebnisse. Die große Datenbank und die auf der offiziellen Website beschriebenen Funktionen zum Erfassen können das tägliche Tracking erleichtern.
Der Nachteil: Eine große Auswahl kann unübersichtlich werden. Mehr Suchergebnisse bedeuten, dass du mehr prüfen musst. Dazu kommen scheinbar doppelte Einträge und manchmal fehlerhafte Datenbankeinträge. Die App kann dir also Zeit bei der Suche nach Lebensmitteln sparen, ohne dir die Entscheidung für den richtigen Eintrag immer leichter zu machen.
MyFitnessPal ist am stärksten, wenn dir eine große Auswahl wichtiger ist als eine ruhige Oberfläche. Die App findet Lebensmittel oft sehr gut, nimmt dir aber nicht unbedingt Entscheidungen ab. Das ist besonders relevant, wenn dich volle Dashboards, Upgrade-Hinweise oder zu viele Bedienmöglichkeiten ermüden.
Sie passt am besten, wenn du bereits weißt, dass du gern Kalorien erfasst, breite Kompatibilität möchtest oder eine App suchst, die sich wegen ihrer vielen Nutzer leicht empfehlen lässt. Verzichte eher darauf, wenn Pop-ups, Abo-Hinweise oder eine vollere Oberfläche dazu führen, dass du aufhörst. Das ist auch ein wiederkehrendes Thema in aktuellen Bewertungen bei Google Play.
Wenn dir die Idee hinter MyFitnessPal gefällt, du aber weniger Hürden möchtest, ist dieser Überblick über einfacher nutzbare Alternativen zu MyFitnessPal vielleicht der bessere nächste Schritt.

Am besten für Orientierung statt noch mehr Zahlen: Fooducate und MacroFactor
Manche brauchen keine größere Lebensmitteldatenbank, sondern Hilfe dabei, das eigene Essen besser einzuordnen. Hier fallen Fooducate und MacroFactor auf. Wenn dich Apps und Entscheidungen ohnehin schon überfordern, ist allerdings keine von beiden der einfachste Einstieg.
Der wichtigste Unterschied ist schnell erklärt: Fooducate hilft dir, dein Essen einzuschätzen; MacroFactor hilft dir, einen Plan anzupassen. Beide bieten mehr Orientierung als ein einfaches Ernährungstagebuch, lösen aber unterschiedliche Fragen.
Fooducate: besser für einen Blick auf Lebensmittelqualität
Fooducate passt besser, wenn Kalorien allein dir bei der Auswahl von Lebensmitteln nicht helfen. Laut der Fooducate-Website soll die App dabei helfen, Produkte und Essgewohnheiten anhand von Hinweisen zur Lebensmittelqualität zu beurteilen, statt nur Zahlen zusammenzurechnen.
Ein praktisches Beispiel ist der Einkauf. Wenn du zwei verpackte Snacks mit ähnlicher Kalorienzahl vergleichst, hilft Fooducate dir eher dabei, anhand von Zutaten und Qualitätsmerkmalen die bessere Wahl für den Alltag zu erkennen. Du musst also nicht im Laden deine Makros durchrechnen.
Am besten für: alle, die praktische Hinweise für eine bessere Lebensmittelauswahl möchten, ohne sich auf eine perfekte Makroverteilung zu fixieren. Eher nicht, wenn: du vor allem einen genauen Makroplan, leistungsorientierte Ziele oder eine möglichst schlanke App möchtest.
MacroFactor: besser für strukturiertes Makro-Coaching
MacroFactor passt besser, wenn du bereits weißt, dass du deine Ernährung gezielter planen möchtest. Die App setzt auf Ernährungstracking und adaptives Makro-Coaching. Das kann gut funktionieren, wenn du regelmäßig trainierst und bereit bist, dein Essen genau einzutragen.
Diese Struktur ist zugleich der Reiz und der Nachteil. Wenn die App dir helfen soll, deine Nährstoffaufnahme mit der Zeit anzupassen, kann MacroFactor nützlicher sein als ein einfacher Kalorientracker. Wenn du von Zielwerten, regelmäßigen Check-ins oder Abo-Entscheidungen schon genug hast, fühlt sich das womöglich nach noch mehr Aufwand an.
Am besten für: alle, die Makroziele an ihre Fortschritte anpassen möchten und denen ein strukturierter Ablauf nichts ausmacht. Eher nicht, wenn: du nur einen lockeren Überblick über dein Essen, weniger Schritte oder eine einsteigerfreundliche Ernährungs-App mit wenig Einrichtung möchtest.
Wenn du nicht überfordert werden möchtest, gilt: Orientierung hilft nur, wenn sie eine Frage beantwortet, die dir bereits wichtig ist. Sonst ist sie bloß eine weitere Reihe von Anweisungen. Deshalb sind Fooducate und MacroFactor eher Apps für den zweiten Schritt – wenn du weißt, ob du Hilfe bei der Lebensmittelauswahl oder beim Umsetzen eines Ernährungsplans brauchst.
Wenn MacroFactor hilfreich, aber etwas anspruchsvoll klingt, lies vor der Entscheidung für eine stärker strukturierte Tracking-App vielleicht erst eine einfache Anleitung dazu, wie du Makros ausbalancierst.

So entscheidest du dich, ohne fünf Apps herunterzuladen
Nutze das Ranking als Filter, nicht als Einladung, alle Apps auszuprobieren. Wähle eine Ernährungs-App nicht nach dem, was sie maximal kann, sondern nach der kleinsten Routine, die du an einem normalen Dienstag beibehalten kannst. Das ist wichtig, weil regelmäßige Selbstbeobachtung im Allgemeinen hilfreicher ist als ein aufwendiges System, das du nach drei Tagen nicht mehr nutzt. Das zeigt sich auch in vom NIH besprochener Forschung zu Verhaltensänderungen hier.
Überleg zuerst, was dich am ehesten überfordern würde:
- Wenn du möglichst einfach durch die erste Woche kommen möchtest, fang mit Lose It! an.
- Wenn dir Nährstoffe und Mikronährstoffe am wichtigsten sind, fang mit Cronometer an.
- Wenn du die größte durchsuchbare Lebensmitteldatenbank möchtest, fang mit MyFitnessPal an.
- Wenn du Orientierung zur Lebensmittelqualität möchtest, fang mit Fooducate an.
- Wenn du strukturiertes Makro-Coaching möchtest, fang mit MacroFactor an.
Wenn das Eintragen von Essen für dich die größte Hürde ist, spar dir den endlosen Feature-Vergleich und sieh dir eine Auswahl minimalistischer Apps an. Für die meisten Einsteiger ist Regelmäßigkeit wichtiger als Präzision, wenn sie sich erst einmal einen Überblick über ihre Ernährung verschaffen möchten. Das passt auch zur Betonung nachhaltiger Gewohnheiten statt kurzer intensiver Phasen durch die American Heart Association in ihren Empfehlungen für gesunde Ernährung.
Teste eine App sieben Tage lang
- Trage nur Mahlzeiten ein, am besten Frühstück und Abendessen.
- Ignoriere detaillierte Messwerte, Bewertungen und Coaching-Hinweise zunächst.
- Speichere zwei Mahlzeiten oder Lebensmittel, die du öfter isst, und prüfe, ob das Eintragen dadurch schneller geht.
- Achte auf ein hilfreiches Muster, etwa Protein beim Frühstück oder Gemüse beim Abendessen.
- Beobachte, was dich stört: Schuldgefühle, Verwirrung, nervige Bezahlschranken oder zu viele Eingaben.
- Kündige bei Bedarf, bevor sich ein Testabo verlängert.
Frag dich am siebten Tag: Hat die App mir geholfen, meine Ernährung besser zu verstehen? Wenn nicht, ist sie für deinen Alltag nicht das richtige Werkzeug – auch wenn sie auf dem Papier viel kann.

Die App, die du weiter nutzt, ist die beste für dich
Es gibt nicht die eine beste Ernährungs-App für alle. Die richtige Wahl hängt von deinem Ziel ab, davon, wie viele Details du möchtest, und davon, ob die App dich entlastet, statt eine weitere tägliche Aufgabe zu schaffen.
Eine einfache Faustregel: Wenn du schon am dritten Tag keine Lust mehr hast, die App zu öffnen, ist sie nicht die beste für dich – egal, wie beeindruckend ihre Feature-Liste aussieht. Die beste Ernährungs-App ist nicht die mit den meisten Funktionen, sondern die, die dir oft genug eine gesündere nächste Entscheidung erleichtert, damit daraus eine Gewohnheit werden kann.
Wenn du ohne großen Druck anfangen möchtest, wähle eine App und teste sie sieben Tage lang, bevor du ein Abo abschließt oder alles aufwendig einrichtest. Lose It! eignet sich am besten für einfaches Erfassen, Cronometer für Nährstoffdetails, MyFitnessPal für eine große Datenbank, Fooducate für Lebensmittelqualität und MacroFactor für adaptives Makro-Coaching.
Dein nächster Schritt ist einfach: Wähle eine App, trage eine Woche lang dein Essen ein und frag dich, ob dir Entscheidungen rund ums Essen dadurch leichter fallen. Wenn du danach eine weitere Option ausprobieren möchtest, die dich möglichst wenig überfordert, kannst du dir auch Kibora ansehen. Die beste Ernährungs-App hilft dir, Muster zu erkennen, ohne Essen zu einer Hausaufgabe zu machen.
- Wichtige Quellen
- NIH / Fachliteratur zu Adipositas und Selbstbeobachtung
- Frontiers in Nutrition
- Journal of Medical Internet Research
- American Heart Association
- USDA FoodData Central
- Apple App Store
- Google Play Store
- Offizielle Website von MyFitnessPal
- Offizielle Website von Cronometer
- Offizielle Website von Lose It!
- Offizielle Website von Fooducate
- Offizielle Website von MacroFactor